Franz Josef Kališ

Kaufmännischer Angestellter. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1899    † 1943

 

Herkunft, Beruf, SDAPÖ, KPÖ

Franz Josef Kališ wurde am 29.3.1899 in Wien geboren. Er arbeitete als kaufmännischer Angestellter. 1922 trat er der SDAPÖ, 1928 der Gewerkschaft der Metallarbeiter bei. 1933 wurde er Mitglied der KPÖ.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 19. 2. 1940 wurde Franz Josef Kališ verhaftet und am 17. 7. 1943 zum Tode verurteilt. Am 8.10.1943 wurde er im LG I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Kurz nach der Wiedervereinigung Österreichs mit dem Reiche wurde der Angeklagte von der kommunistisch gesinnten Ärztin Dr. Klara Köck aufgefordert, die Neuorganisation der Partei im IX. Bezirk durchzuführen. Er kam dieser Aufforderung nach und arbeitete zunächst mit dem KP-Kreisleiter [Eduard] Jaroslavsky***) bis zu dessen Festnahme zusammen. Neben dem IX. Bezirk übernahm er gleichzeitig auch noch eine KP-Gruppe im Wiener Allgemeinen Krankenhaus und führte diese in seinem Bezirk über. (…) Diese Tätigkeit setzte der Angeklagte auch fort, als um die Jahreswende 1939 Jaroslavsky verhaftet und der Maßgehilfe Leopold Herbrich die Kreisleitung übernahm. Er arbeitete in dieser Zeit besonders mit dem inzwischen wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu Tode verurteilten (…) Lebensmitteleinzelhändler Franz Langer zusammen.“

Gedenktafel

Sein Name steht auf der 1952 enthüllten Gedenktafel in Wien 10 (Hasengasse 35-37).

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Weblinks und Quellen


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